Bremen, Nord, Farge – Petition zur Aschedeponie am Kraftwerk in Bremen-Farge

Petition zur Aschedeponie am Kraftwerk in
Bremen-Farge ( siehe Karte und Lageplan unten)

Der Senator für Umwelt, Bau,
Verkehr und Europa

möge prüfen und erklären,

ob die Aschedeponie in Bremen-Farge ( siehe Karte und Lageplan) auf der Grundlage einer gültigen Betriebsgenehmigung/Betriebserlaubnis betrieben wird,

ob die Betriebsgenehmigung/Betriebserlaubnis ( nicht vorhanden) geltendem EU-Recht entspricht

ob ein Umweltverträglichkeits-Gutachten vorliegt

ob ein Verbleib der Aschedeponie gegen geltendes EU-Recht verstößt,

welche Auswirkung die Aschedeponie auf die Gesundheit der Bevölkerung hat, gibt es entsprechende Gutachten?

welche Auswirkung die Aschedeponie auf Boden, Luft und Wasser, Grundwasser, Flora und Fauna hat, gibt es entsprechende Gutachten

welche Emissionen gehen von der Aschedeponie aus,

werden die in § 5 BImSchG genannten Anforderungen an das Schutzniveau für die Umwelt eingehalten

ist die Aschedeponie vereinbar mit der Richtlinie 2008/1/EG des Rates vom 29.01.2008, Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung

ist eine Sanierung angeordnet oder geplant

wer trägt die Kosten einer Sanierung

welche Sofortmaßnahmen werden notwendig und angeordnet

werden juristische, gerichtliche Konsequenzen geprüft

Begründung:

Ende der 60 ger Jahre baut das Kraftwerk Farge einen neuen Block.

Die anfallende Asche wurde direkt vor dem Werkstor in den ehemaligen Farger Feuchtwiesen deponiert.

Dafür kaufte man die entsprechenden Feuchtwiesengebiete, kofferte diese tiefgründig aus (bis 3m tief) und verfüllte dann die Fläche mit der anfallenden Asche.

Eine dünne Mutterbodenschicht deckte das ganze ab und anschließend wurde Gras eingesät.

Das in Farge anfallende Niederschlagswasser, das seit tausenden von Jahren Richtung Weser floss, trifft jetzt auf eine unüberwindbare Barriere aus Kraftwerksasche.

Das Wasser staut sich vor dieser Barriere, weil es nicht abfließen kann und es kommt zu einer Vernässung und Versumpfung im Bereich Witteborg/Farger Straße.

Unsere Keller und damit auch unsere Häuser bekommen, bei starken Niederschlägen und steigenden Grundwasserständen, zunehmend Schäden durch Feuchtigkeit.

In der Vergangenheit gab es in dem o.g. Bereich keine feuchten Keller.

Dies ist ein Phänomen der letzten 35 Jahre.

Im Außenbereich des Kraftwerkes wurde Kraftwerksasche in einer gewaltigen Ausdehnung vergraben (850 000 Tonnen). Dies ist eine erhebliche Belastung für Boden, Luft und Wasser, Flora und Fauna, da die Asche giftige Schwermetalle enthält!

Giftige Schwermetalle

Schwermetalle sind im Allgemeinen giftig. Wenn sie mit schwach saurem Wasser in Berührung kommen (z.B. Regenwasser mit Kohlendioxid / Kohlensäure), gehen sie in Lösung über und können vom Wasser fortgeschwemmt werden. In Wasser gelöst können sie über die Nahrungskette auch gut vom Körper aufgenommen werden.
Quelle:Regierungspräsidium Darmstadt

Mehr…

http://maps.google.de/maps/ms?hl=de&ie=UTF8&msa=0&msid=113644294580454237948.00048b3e99f3f76b96bbf&ll=53.205827,8.519597&spn=0.008996,0.018239&z=15&output=embed
Bremen-Nord, Farge, Aschedeponie am Kraftwerk Farge, Wilhelmshavener Strasse 6 auf einer größeren Karte anzeigen

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